Bericht von Alle 02.10.2026

IM und IM703 Italy 2026

Der IRONMAN und der IRONMAN 70.3 in Cervia sind nicht einfach Rennen – es ist ein Triathlon Urlaub mit allem was das Sportlerherz begehrt. Das Schwimmen im Adriatischen Meer beginnt meist ruhig… bis die erste Welle beschließt, dass jetzt Action angesagt ist. Die Radstrecke führt durch die Emilia?Romagna, vorbei an Feldern, kleinen Dörfern und einer Landschaft, die so schön ist, dass man fast vergisst, dass man eigentlich nicht zum Sightseeing hier ist. Und beim Laufen durch die Altstadt von Cervia wird man von einer Stimmung getragen, die irgendwo zwischen Volksfest, Strandparty und Marathon liegt. Unsere IRONTEAM Eferding?Athleten haben diese besondere Mischung aus Hitze, Wind, Meer und italienischer Lebensfreude bravourös gemeistert. Die folgenden Berichte zeigen, wie sie Cervia erlebt haben:


Thomas:
Ironman Italy – 19.09.2026
Ein Tag, an dem nicht alles nach Plan lief – und am Ende trotzdem alles passte
Zu viel trainiert hab ich wieder mal nicht. Aber kann man überhaupt zu viel trainieren?
Die Stimmung war jedenfalls schon früh am Morgen großartig. Als wir – Ronny, Karli und ich – gegen 5:30 Uhr noch schnell unsere Trinkflaschen in die Wechselzone brachten, standen draußen über dem Meer zwei Gewitterzellen. Eine Traumkulisse: Sandstrand, Meer und irgendwo weit draußen die Gewitter. Gleichzeitig stieg die Aufregung mit jeder Minute – der Schwimmstart rückte näher.

Schwimmen
Zu Beginn hielten sich die Wellen noch in Grenzen und ich fand sogar einen tollen Wasserschatten. Doch irgendwann schwammen zwei Schwimmer durch meine perfekte Position und mein Wasserschatten war weg. Relativ am Ende, kurz vor der letzten Wende, wurden die Wellen dann deutlich unangenehmer. Mir wurde richtig übel. Also konzentrierte ich mich einfach auf den Boden unter mir und versuchte, irgendwie ruhig weiterzuschwimmen. Dabei ging mir schon der Gedanke durch den Kopf: „Wie soll ich denn jetzt noch 180 Kilometer Rad fahren, wenn mir schon beim Schwimmen schlecht wird?“
Aber bei der letzten Wende wurde es wieder besser.
Endlich raus aus dem Wasser!
Wechselzone und ab aufs Rad

Jetzt hieß es in der Wechselzone Gas geben. Ausruhen kann man sich schließlich – mehr oder weniger – auf dem Rad. Leider hatte ich offenbar beim Ausziehen des Neoprenanzugs irgendwie auf meiner Uhr herumgedrückt. Als ich anschließend die Radzeit starten wollte, sagte mir meine Uhr doch tatsächlich: „Triathlon beendet.“ Na super!
Nach einigen Versuchen, Einparken, Kreisverkehren und Kurven schaffte ich es schließlich, die Uhr doch wieder auf „Radfahren“ zu stellen.
Jetzt aber richtig draufdrücken!
Der Verkehr war allerdings ziemlich dicht, und so musste ich ganz links überholen. Plötzlich kam mir ein Motorradfahrer mit gefühlt über 100 Sachen entgegen – natürlich laut pfeifend.
Das verunsicherte mich ziemlich, zumal ich ohne Brille unterwegs war. Ich fragte mich eine ganze Weile, ob ich dafür jetzt wohl eine Zeitstrafe kassieren würde.
Ja, solche Gedanken beschäftigen einen dann eben während eines Ironman.
Und als wäre das alles noch nicht genug, schüttelte mir die italienische Straße auch noch beide Trinkflaschen aus der Halterung.
Es lief also nicht unbedingt alles nach Plan …
Aber genau das ist wahrscheinlich auch ein Teil eines solchen Rennens: Irgendetwas kommt immer daher und man muss einfach versuchen, das Beste daraus zu machen.
Nach einiger Zeit traf mich dann etwas am Helm. Zumindest dachte ich zuerst, es wäre ein Stein.
Doch dann sah ich vor mir einen grauen Vorhang: Hagel!
Es war unglaublich laut, aber erstaunlicherweise tat der Hagel überhaupt nicht weh. Mein linkes Auge begann eine Zeit lang zu brennen, aber auch mit nur einem Auge konnte ich noch ganz gut fahren. Mit dem nassen Visier war die Sicht ohnehin nicht mehr besonders gut.
Eigentlich war das Gewitter sogar eine willkommene Abkühlung. Und kaum war es vorbei, war man auch schon wieder erstaunlich schnell trocken.
Ein kleiner Hügel überraschte mich dann noch etwas. Bergab konnte man wegen der Bedingungen nicht wirklich Gas geben. Und da dachte ich mir: „Wenn ich jetzt so drauf drücke, kommt das Laufen ja nur schneller. Und eigentlich ist mir das Radfahren viel lieber!“

Also: Ab zum Marathon!
Zu Beginn war alles super. Von Labestation zu Labestation laufen und einfach so schnell laufen, wie es eben noch ging. Und tatsächlich: Es lief richtig gut!
Besonders schön war es, immer wieder unsere Vereinskollegen an der Strecke zu sehen. Das hat mich unglaublich motiviert und extrem aufgebaut.
In der zweiten Runde lief plötzlich Gerhard neben mir und meinte: „Der Karli ist gar nicht weit vor dir!“ Ich sagte: „Das gibt’s doch nicht!“
Auch da musste Karli offenbar schon Probleme haben!?
Und tatsächlich – kurz darauf sah ich ihn. Ich lief zunächst hinter ihm, sodass er mich nicht bemerkte. Mein Plan war: Wenn er zu gehen beginnt, mache ich mich bemerkbar (um ihn nicht aus den Konzept zu bringen) Doch dann rief Gerhard schon dazwischen, dass wir schon da wären – und Karli bemerkte mich. Von da an liefen und gingen wir gemeinsam.
Karli sagte sogar dreimal zu mir: „Du sollst deine Zeit machen!“ Also lief ich wieder weiter.
Bei einer Linkskurve sah ich Karli hinter mir und mir rutschte heraus: „Du bist ja eh da!“
Mist. ;-) wäre besser gewesen nichts zu sagen…
Also lief er hinter mir her und ich konzentrierte mich auf seine Schritte. Ich wollte ihm damit helfen, dranzubleiben. Doch bald lief er wieder gleich auf.
Und da war für uns beide klar: Wir machen das jetzt gemeinsam.
Wir gingen und liefen abwechselnd weiter. Schritt für Schritt, Kilometer für Kilometer.
Bis ins Ziel.
Gemeinsam ins Ziel
Und dann kam dieser Moment:
Das wahnsinnig schöne Ziel. Dort wurden wir von unserem IRONTEAM empfangen.
Was für ein Gefühl!

Nach all den kleinen und großen Problemen an diesem Tag – der Übelkeit beim Schwimmen, der verrückten Uhr, den verlorenen Trinkflaschen, dem Hagel und den vielen Kilometern – war plötzlich alles vergessen. Am Ende zählt nicht immer, ob alles nach Plan läuft.
Manchmal zählt einfach, dass man weitermacht. Dass man improvisiert. Dass man das Beste aus dem macht, was gerade kommt. Und manchmal ist es sogar noch schöner, wenn man die letzten Kilometer nicht alleine läuft, sondern gemeinsam.
Ironman Italy 2026 – was für ein Tag!
Ein unglaublicher Event, eine traumhafte Kulisse und vor allem ein wunderschöner Ausflug mit unserem Verein.
Danke an alle Vereinskollegen, die uns auf der Strecke angefeuert und unterstützt haben.
Was für ein Erlebnis mit unserem IRONTEAM!


Karli:
Heuer vor 20 Jahren, bestritt ich meinen ersten IRONMAN in Klagenfurt. Damals mit meinem Schwager, und ohne viel Vorkenntnisse. Einige IRONMAN Rennen später, wußte ich was mich heuer erwartet - oder eben auch nicht…

Nachdem Soni letztes Jahr ihren ersten 70.3 in Hawaii gefinished hatte, wollte sie auch heuer wieder einen Triathlon über diese Distanz bestreiten. Und weil ich zum Jubiläum wieder einen ganzen IRONMAN machen wollte…
… und uns Christin C. von dem Rennen im Cervia vorschwärmte…
… und hier beide Distanzen angeboten wurden…
… fasten Soni und ich den Entschluss hier zu starten.

Und nachdem Schlümpfe gesellige Wesen sind, fanden sich noch 11 weitere Schlüpfe/innen, die sich auf den Weg nach Cervia machten ;-)

Am Rennmorgen fanden sich ca. 3000 Athleten am Strand ein, und es ist immer noch ein Gänsehautmoment, wenn dann die Hymne und dann mit Thunderstruck der Startschuss fällt!

Mein Schwimmen war sehr entspannt. Der Plan war, gemütlich los zu schwimmen und sich dann einen guten Wasserschatten zu suchen. Leider fand ich keinen, aber ich hatte das Gefühl, dauernd zu überholen. Einige Quallen schwammen mit uns, aber zum Glück waren diese friedlich ;-). Einzig beim zurückschwimmen war das Meer plötzlich sehr wellig und rauh, sodass man die Bojen fast gar nicht mehr erkennen konnte. So etwas hatte ich bis jetzt auch noch nicht. Insgesamt war ich beim Schwimmen sogar 5 Minuten schneller als geplant, also stieg ich zufrieden aufs Rad.

Die Radstrecke, welche Soni, Herta, Stephan und ich vorab besichtigt hatten, führte durch ein Naturschutzgebiet, die eine Flamingokolonie beherbergt, über die Autobahn, kleine Ortschaften, einen Anstieg mitsamt Weinberg hoch und hinunter, das ganze zwei mal und wieder retour.

Aber auch beim Radfahren gab es einige Extras: 3x Regenschauer, Wind, Hagel, Radmarathon aber auch genügend Zeit, die schöne Gegend zu bewundern.

Ich wollte diesmal nicht zu schnell starten und ohne Krämpfe durchkommen. Beides schaffte ich, ich fuhr sogar um 20 Watt zu wenig, mußte einmal stehen bleiben um Verpflegung aufzunehmen, war aber auch nur 7 Minuten langsamer als geplant, also wieder voll im Plan ;-)

Ich wollte dieses Mal entspannt vom Rad kommen, damit ich heuer beim Laufen, welches heuer im Training meine beste Disziplin zu sein schien, endlich wieder einmal durchlaufen könnte…

Die Laufstrecke war zwar nicht so schattig wie versprochen, gell Christian, aber hatte alles:
- viele Anfeuerer entlang der Strecke - inklusive vieler Schlümpfe
- eine Strandpromenade
- eine wunderschöne Altstadt
- endlose Alleen (zuerst in der Sonne - in der letzten Runde dann im Schatten)
- Kopfsteinpflaster
- eine Hafenpromenade mit vielen Restaurants (auch lecker zum Essen - haben wir nach den Bewerb ausgiebig getestet) und vielen Anfeuerern
- und einen Zieleinlauf am Strand.

Bei mir lief alles nach Plan…

…bis Kilometer 6.
Hier war die am weitesten entfernte Wende, und ich bekam keine Luft mehr. Hier war auch alles in der prallen Sonne, und leider weit und breit keine Labstation. Also hieß es erst einmal wandern und die Atmung beruhigen, und dann abwechselnd mit Laufen/Gehen weiter schleppen. In der dritten Runde wollte dann mein Magen auch nix mehr behalten und entledigte sich des süßen Zeugs der letzten 2 Stunden. Am Ende dieser Runde schloss dann Thommy zu mir auf. Wir quatschten ein wenig, trabten und gingen zusammen. Ich wollte ihn aber nicht aufhalten und animierte ihn, doch weiter zu laufen. Nach einem Kilometer zureden machte sich Thommy auf den Weg. Einige Minuten später hatte ich wieder genügend Luft, und konnte auch wieder laufen. Und siehe da, nach einiger Zeit schloss ich wieder zu Thommy auf, brauchte aber bald wieder eine Verschnaufpause. Ab diesem Zusammentreffen beschlossen wir, den IRONMAN gemeinsam zu finishen.

Es war ein toller Zieleinlauf, zuerst zur besten Anfeuerungstruppe mit bester Ehefrau im Zielkanal, und dann Arm in Arm mit Thommy über die Ziellinie - wieder Gänsehaut!

Danke an Thommy fürs begleiten!
Danke an alle fürs anfeuern!
Danke an Soni, Herta und Stephan fürs Rücksicht nehmen vor dem Bewerb!
… und überhaupt Danke ans Zwergi ;-)

Mal schauen was in den nächsten 20 Jahren so passiert…
(Duck und weg)


Sonja:
Nach Hawaii, einem unglaublichen Erlebnis, wollte ich unbedingt noch einmal bei so einem Triathlon dabei sein, und so wählten wir als Ziel bella Italia.
Ich meldete mich für den IRONMAN 70.3 an und Karli für den ganzen IRONMAN in Cervia Emilia Romagna. 
Das Training verlief bestens, die Anreise unproblematisch und die Wetteraussichten waren gut.
In Cervia angekommen bezogen wir erstmal unser tolles Appartement, das wir uns mit Herta und Stephan teilten, kosteten süße italienische Kuchen und holten unsere Startunterlagen, inkl. Shirt und Rucksack. Ein paar Dinge gingen auch noch im Merchandise Zelt mit.:)
Danach besichtigten wir zu viert mit dem Auto die Strecke.
Da sich Karli für den ganzen Ironman angemeldet hatte, war bei ihm schon am Samstag Raceday. Mehr dazu in seinem Bericht!
Wir unterstützten ihn am Renntag mit unseren Anfeuerungen und mit Partymusik an der Radstrecke.
Da wir direkt an dieser unser Appartement hatten, war alles sehr unkompliziert und das Anfeuern und Füße schonen für den nächsten Tag, ließ sich gut vereinen. 
Da am Samstag der Ironman stattfand, und die letzten Teilnehmer bis Mitternacht Zeit hatten im Ziel einzutreffen, war der Start des Ironman 70.3 nicht wie gewöhnlich in der Früh, sondern erst um 11:00.
Deshalb mussten wir nicht schon ganz so bald in der Früh aufstehen, sondern hatten genügend Zeit zum Räder Einchecken und Frühstücken. Und Zöpfe flechten!! - ganz wichtig.:))
 
Direkt vor dem Start knallte die Sonne runter und alle schwitzten im Neo und mit der Badehaube.
Endlich durften wir ins Wasser! Immer 6 Athleten starteten nebeneinander alle 8 Sekunden.
Das Schwimmen ging von Anfang an sehr gut und war diesmal die Disziplin 
die mir am meisten Spaß machte. Ist schon sehr genial, wenn am Ende der Schwimmausstieg immer näher kommt, und man sieht, wie viele Menschen zum Anfeuern da sind und man diese Menge schreien hört. 
Als ich aus dem Wasser kam und meine Schwimmzeit sah, konnte ich es fast nicht glauben und freute mich, denn es war bisher meine schnellste Schwimmzeit mit 43:37 Minuten auf die 1,9km. Und immerhin um 21 Min. schneller als auf Hawaii. 
 
Mit dem Radfahren, diesmal meine zweit liebste Disziplin, war ich auch sehr zufrieden. 
An den Flamingos vorbei, nicht viele HM, bergauf schöne Weinberge und bergab eine schöne Aussicht und am besten lief es auf der Autobahn. Teilweise war zwar schlechter Asphalt mit sehr vielen Schlaglöchern, aber das haben wir beim Besichtigen schon gesehen.
Die letzten ca. 17km war dann Gegenwind, hätte ich nicht gebraucht, aber na ja. Sonst lief es sehr gut.
In der Wechselzone hat Karli schon auf mich gewartet und ab ging es auf die Laufstrecke.
Hier waren die ersten zweieinhalb von drei Runden sehr heiß, da die Sonne ohne Wolken richtig schön runterknallte. Also bei jeder Labstation stehen geblieben, getrunken, mit mind. 4 Becher Wasser übergossen oder unter die Brause gestellt. Dann wieder weitergelaufen. 
Ab km 6  merkte ich, dass ich nicht so schnell laufen konnte wie ich wollte, und ab km 16 taten meine Oberschenkel schon schön weh, also den HM einfach langsamer gelaufen. 
Total positiv: Fast an der ganzen Laufstrecke sehr viele Anfeuerer, das tut wirklich sehr gut wenn dich fremde Menschen lachend und so freudig motiviert mit deinem Namen anfeuern.
 
Die letzten paar Hundert Meter noch vor und beim Zieleinlauf waren wieder extrem schön.
So viele rufen dir zu und tragen dich ins Ziel, das war schon wieder sehr emotional.
Vor dem Zielbogen hat Karli auf mich gewartet und sich mit mir gefreut. Danke Maus, für deine so tolle Unterstützung wieder vor und während dem Bewerb. Ich liebe es mit dir gemeinsam bei solchen Bewerben dabei zu sein!
Mein Ziel war wieder gesund ins Ziel zu kommen und mir die Medaille, abzuholen, die ich extrem schön finde, aber als ich dann meine Endzeit von 7:00:44 Std. gesehen habe, hab ich mich auch sehr darüber gefreut, denn immerhin war ich um 1:16 Std. schneller als auf Hawaii!:)
Emilia Romagna war ein absolut tolles Erlebnis und ein super Bewerb, und so haben wir das dolce Vita auch nach dem Triathlon noch länger genossen. 
Für mich hat alles gepasst, die Anreise, das super Appartement, das Wetter, die Strecke, die so vielen Menschen die alle anfeuerten, das italienische Essen:), der viele Spass und dass wir so viele vom Ironteam waren, war auch wieder schön. Und danke Herta, dass du dich von mir hast anstecken lassen und mit mir gemeinsam am Start warst. Das war was ganz Besonderes!


Jürgen B.:
Am 20.9.2026 war ich bei der Halbdistanz beim IRONMAN Cervia in Italien am Start.
Einmal im Meer einen Schwimmbewerb machen zu können, war der große Reiz mitzumachen. 
Gesagt, getan, mit suuuper Stimmung und sehr vielen Menschen rundherum gings um ca.11:15 Uhr ab ins Meer.
Nach ca. 34 min. Schwimmzeit kam ich doch schon sehr erleichtert aus dem Wasser,  da ich nicht wusste wie es mit dem Salzwasser so wird.
Auf der Radstrecke gings zügig voran wobei ab KM 44 meine Beine sich mit ersten Krämpfen meldeten und ich wusste da bahnt sich nichts Lustiges an....
Ich war eigentlich (wie immer viel zu blöd) schnell am Rad unterwegs und bin nach 90 KM und 2:41 Std. wieder retour gewesen. 
Auf der Laufstrecke gings dann ab 2,5 KM los mit dem ersten richtigen Krampf und ich musste sogleich mal stehen bleiben.
In der Folge wars dann so, dass ich immer einige hundert Meter laufen konnte und anschließend wieder einige Kilometer nur gehen konnte. 
Zwischendurch war ich froh überhaupt noch gehen zu können,  da die Krämpfe immer intensiver und schmerzhafter. wurden!
Aber mein Ziel war am Ende unbedingt ins Ziel zu kommen und ich war dann sehr froh und erleichtert nach 2:31 Std  laufen und einer Gesamtzeit von 6:03:26 Std. die Medaille nach der Ziellinie in meinen Händen zu halten. 
Das war mit Abstand mein härtester Bewerb und eine große körperliche und
mentale Anstrengung!


Herta:
Emilia Romagna
Triathlons standen bis vor einem Jahr definitiv nicht mehr auf meiner To-Do-
Liste (Den Funbewerb in Hartkirchen zähle ich hierbei nicht zu den
„Triathlons“ ;-).
Aber es gab da eine Person, die nach ihrem ersten 70.3. in Hawaii Feuer
gefangen hat und zur Wiederholungstäterin werden wollte und die mich dann
so hartnäckig :-). davon überzeugt hat, dass wir dieses Abenteuer unbedingt
gemeinsam in Cervia bei den Flamingos ???? machen müssen.

Nach langer Zurückhaltung und mehrfachen, merkwürdigen Hinweisen
(Flamingodrink, … :-)) habe ich vor gut einem Jahr gemeinsam mit Stephan
einem gemeinsamen Italienurlaub mit Sonja und Karli mit einer eventuellen
Teilnahme am Ironman 70.3. in Cervia zugesagt. „Eventuell“ aus dem Grund,
da nicht der Start am Tag X das Thema ist, sondern vielmehr die 364 Tagen
davor, Zeit und Energie für ein sinnvolles Training aufzubringen.

Zu einem schönen Urlaub gehört, auch eine gute Unterkunft. Deshalb haben
wir uns als aller erstes nach unserer Zusage ein schönes und ideal gelegenes
Appartement für 4 Personen in Cervia gesucht (direkt neben der Radstrecke,
kurz nach dem Radstart). Man muss eben seine Prioritäten setzen :-). Da die
Ironman-Bewerbe wieder boomen und es daher kurzfristig unmöglich ist,
einen Startplatz zu bekommen, musste ich mich trotzdem bereits im
September des Vorjahres zum 70.3. anmelden – sozusagen für alle Fälle :-).

Ein Jahr ist schnell vorbei und so fuhren wir am 17.9. nach Cervia in unseren
Sommer-Verlängerungs-Urlaub.
Nach dem „üblichen“ Programm an den Vortagen (Startnummern abholen,
Briefing, Schwimmen im Meer testen, Rad prüfen, Italian Playlist hören,dazwischen
Essen, Karli und Thomas am Samstag beim Ironman anfeuern, …)
war es dann am Sonntag so weit, für meinen ersten richtigen Triathlon.

Der Sonntag begann it dem wichtigsten Programmpunkt des Tages: Gegenseitig
die Haare in 2 Zöpfe flechten. Die Frisur musste Salzwasser, Wid, Radhelm und
vieles mehr an diesem Tag überstehen können. Das Ergebnis war perfekt.
Somit erstes Tagesziel erreicht :-).

Danach folgten Rad einchecken, Frühstücken, mehrmals einen bestimmten Ort
aufsuchen, … . Die Zeit bis zum Start zur Mittagszeit verging sehr schnell und
dann war es so weit.
Ich durfte mich im Meer eine Zeitlang erfrischen, bis es
auf die Radstrecke ging, die ich am Renntag nicht mehr so schlimm empfand
wie am Vortag mit dem Auto, da uns am Renntag tatsächlich auf der gesamten
Strecke keine Autos in die Quere kamen.
Auf das anschließende Laufen hätteich gerne verzichtet,
aber mit meiner Strategie „Genieße jede Labstelle“ habe
ich am Ende doch das Ziel erreicht, wo mich Stephan mit meiner ersten
Triathlon-Medaille empfing (offensichtlich nachdem ihm jemand diesen Tipp
gegeben hat :-).
Meine ersten Worte im Ziel wiederhole ich hier jetzt besser nicht :-). Aber nach einem kühlen Bier schaut die Welt gleich wieder ganz anders aus.
Mein Resümee: Ein wunderschöner Urlaub mit vielen tollen Eindrücken. Nach
den zahlreichen und auch anstrengenden Teilnahmen an Ironman Veranstaltungen als Fan war es in gewisser Weise erholsam und schön mal auf der anderen Seite der Absperrung unterwegs zu sein.


Stephan:
Zehn Jahre ohne Triathlon sind eine lange Zeit. Eine Zeit, in der man sich einreden kann, dass man „eh noch ganz gut in Form“ ist, obwohl der Neo im Kellerschrank schon eine leichte Staubpatina angesetzt hatte. Aber nachdem Herta gemeinsam mit Sonja den 70.3 in Cervia machen wollten, dachte ich mir: So, jetzt ist mal Pause mit der Triathlon - Pension – ich gehe mal wieder an den Start. Und was wäre dafür besser geeignet als Cervia, wo die Adriaküste gleichzeitig Urlaubsfeeling, Wettkampfatmosphäre und italienischen Flair liefert.

Vor dem Start durfte ich und Gehard mal ausprobieren, wie das so ist im eigenen Saft, wir standen Seite an Seite schweißüberströmt in er prallen Sonne und freuten uns schon auf die Abkühlung im Meer. Der Start ins Rennen begann überraschend gut. Das Adriatische Meer zeigte sich von seiner freundlichen Seite: keine Monsterwellen, keine dramatischen Strömungen, keine Quallen und Haie. Nach zehn Jahren Pause hätte man sich ja schon ein kleines Begrüßungskomitee erwartet, aber nein – das Meer und seine Bewohner meinte es gut mit mir. Der Rhythmus war da, die Orientierung passte, und ich bin für meine Verhältnisse solide durch die 1,9 Kilometer geglitten.

Auf dem Rad fühlte ich mich richtig gut und konnte flott, aber kontrolliert mein Tempo fahren. Die Strecke in Cervia ist flach, schnell und landschaftlich so schön, dass man fast vergisst, dass man eigentlich einen Wettkampf macht. Pinienwälder, Salzlagunen, kleine Dörfer – und dazwischen Windschattenfahrer, die offenbar glauben, dass es sich bei der Veranstaltung um einen Radmarathon handelt. Ich habe mich jedenfalls gut gefühlt, habe Druck aufs Pedal gebracht und bin sauber durchgerollt. Nach zehn Jahren Pause war das Radfahren eindeutig mein Comeback?Highlight. Man könnte sagen: Schwimmen war gut. Radfahren war besser. Laufen… na ja, kommen wir dazu.

Die Laufstrecke in Cervia ist wunderschön…. Altstadt, Hafen, Strandnähe, viele schattenspendende Bäume, sehr viele Zuschauer, italienische Lebensfreude. Leider ist sie auch lang, sehr lang :-). und warm, wenn nicht sogar heiß. Und nach zehn Jahren Triathlon Pause fühlt es sich ungefähr so an, als würde man einen Halbmarathon mit Gewichtsmanschetten an den Beinen laufen. Die ersten beiden Kilometer lief ich in der Wunschpace. (Da lag der Fehler :-).) Dann wurde es zäh. Dann wurde es sogar sehr zäh. Ich musste eine Geh-Pause einlegen und den Lauf von Neuem, mit einer etwas modifizierten Strategie, starten.

Später als erhofft habe ich es nach langem Kampf dann doch ins Ziel geschafft.
„Zehn Jahre Pause? Ja, das habe ich gemerkt.“
Am Ende hat es sich aber gut angefühlt Cervia hat mir vieles gegeben: Meer, Wind, Hitze, Emotionen – und einen Halbmarathon, der mich an meine Grenzen gebracht hat. Aber gemeinsam mit großartigen Vereinskollegen und Freunden ist es das, was diesen Sport ausmacht. Und genau deshalb war mein `Comeback´ etwas ganz Besonderes, ob es eine
Wiederholung gibt, steht in den Sternen ;-).


Gerhard:
Die Kurzfassung würde lauten - Schwimmen Top - Radfahren Top – Laufen Oberflop!!!
Ich bin zwar nicht der große Schreiber, aber das wäre doch ein bisschen wenig. Nachdem das Training gut verlaufen ist und die Radstrecke in Italien doch schneller schien als in Zell am See erhoffte ich mir eine Zeit doch gut unter 6 Stunden. In Feldkirchen beim Schwimmtraining waren meine Schwimmzeiten doch eher mittelmäßig bis schlecht und so erwartete ich mir nicht allzu viel. Mit einer Pace von 1:59 war ich selbst sehr überrascht aber Meerwasser und Neo machten es möglich. Am Rad hatte ich gute Beine und nach einer sehr guten Zeit war ich auch voll im Soll auf eine neue Bestzeit und dann gings auf die Laufstrecke. Der erste Kilometer fühlte sich noch gut an aber dann war ein Magenproblem, das ich vorher noch nie hatte ein ziemlicher Spielverderber. Bis Kilometer 11 war ich mehrmals am Dixi und die erhoffte Zeit war somit dahin. Kurz hatte ich mal ans Aufhören gedacht aber mein Motto für mich war klar: Aufgegeben wird ein Brief und dee Medaille hol ich mir!!
Auch solche Wettkämpfe gehören zu einem Sportlerleben und man nimmt auch aus diesen Rennen etwas positives mit auch wenn die Endzeit nicht berauschend war.


Michi:
Nachdem ich meine langwierigen Knieprobleme glücklicherweise gerade noch rechtzeitig in den Griff bekommen hatte, stieg die Vorfreude auf den Bewerb von Tag zu Tag. Die Erwartungen waren allerdings nicht allzu hoch, denn aufgrund der langen Laufpause fehlten mir doch unzählige Laufkilometer in der Vorbereitung. Mein Ziel war daher ganz einfach: den Bewerb genießen und schauen, was an diesem Tag möglich ist.
Schon beim Start sorgte die italienische Hymne für eine ordentliche Gänsehaut – spätestens da war ich motiviert bis in die Zehenspitzen. Endlich durfte ich ins Wasser und konnte das Schwimmen wie immer richtig genießen. Auch auf dem Rad merkte ich sofort, dass die Beine richtig gut waren. Die wunderschöne Strecke mit den Flamingos entlang des Weges machte das Radfahren zusätzlich zu einem besonderen Erlebnis.
Beim abschließenden Laufen fand ich von Beginn an einen super Rhythmus und nahm mir vor, dieses Tempo so lange wie möglich zu halten. Der befürchtete Einbruch blieb zum Glück aus – Kilometer für Kilometer lief es einfach weiter. Und so durfte ich schließlich in einer für mich völlig unvorstellbaren Zeit von 5:45:24 Stunden ins Ziel laufen.
Was mich dabei am meisten beeindruckt hat, war die Stimmung entlang der Laufstrecke. So etwas hatte ich bisher noch nie erlebt! Die unglaubliche Energie der vielen Zuschauer hat mich regelrecht auf einer Welle der Euphorie ins Ziel getragen. Ich konnte jeden einzelnen Kilometer und jede Minute dieses besonderen Tages genießen.
Ein Tag, der meine Erwartungen bei Weitem übertroffen hat und den ich wohl noch lange in Erinnerung behalten werde.


Christian:
Vom Couchpotato zum Ironman 70.3 Finisher
Ein Wochenende voller Eindrücke, Motivation, Ausdauer und vor allem Emotionen – so lässt sich mein erster Start bei einem Ironman 70.3 wohl am besten zusammenfassen.
Bereits am Freitagmorgen um 4:00 Uhr stiegen Thomas und Andreas zu mir ins Auto, um die rund achteinhalbstündige Fahrt nach Cervia anzutreten. Gute Gespräche und jede Menge Spaß ließen die Zeit schnell vergehen. Kurz vor unserer Ankunft sorgte allerdings noch ein kleiner Schockmoment für Aufregung. Vielleicht erfährt man darüber mehr in Thomas' Bericht. Wenn nicht, bleibt es wohl ein Geheimnis unter denjenigen, die in Cervia dabei waren. 
Nach der Ankunft war alles bestens organisiert, sodass Thomas und ich direkt zur Registrierung aufbrechen konnten. Dort angekommen, erlebte ich bereits den ersten Gänsehautmoment des Wochenendes: Ich hatte es tatsächlich geschafft – vom Couchpotato zum Starter beim „Ironman 70.3 Italy Emilia Romagna".
Mit großem Stolz nahm ich meine Startnummer und den Athletenrucksack entgegen. Den Abend ließen wir traditionell bei Pizza ausklingen, bevor es früh ins Bett ging. Schließlich standen am Samstag bereits um 7:00 Uhr drei unserer Kollegen beim Ironman an der Startlinie.
Diesen Moment wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Als der Startschuss fiel, war erneut Gänsehaut garantiert. Gleichzeitig stieg mit jeder Stunde die Nervosität, denn mein eigener Start rückte immer näher. Der Samstag war geprägt vom Anfeuern unserer drei Langdistanz-Athleten und vom Mitfiebern an der Strecke.
Am Abend machten sich Andreas und ich noch auf die Suche nach einer ordentlichen Portion Pasta, um die Energiespeicher für den großen Tag aufzufüllen. Nach einer gelungenen Mahlzeit mit Tagliatelle Bolognese ging es schließlich früh ins Bett.
 
Der Tag der Taten
Am Sonntag war es soweit. Bereits um 7:00 Uhr stand ich beim Bike-Check-in. Zum ersten Mal durchquerte ich die rund 700 Meter lange Wechselzone. Als mein Rad am Rack hing, wurde mir endgültig bewusst: Jetzt gab es kein Zurück mehr. Aufregung und Vorfreude begleiteten mich auf jedem Schritt.
Nach einem kurzen Frühstück und dem Umziehen ging es Richtung Start. Ein besonderer Dank gilt Jürgen, der mich vom Hotel bis zur Startlinie begleitet hat. Das half definitiv dabei, die Nervosität etwas im Zaum zu halten.
Als wir schließlich mitten unter den Athleten standen, war ich überwältigt. Die Opening Speech von Tania Branzanic, die italienische Hymne, die Zuschauer und die gesamte Atmosphäre sorgten für pure Emotionen.
Dann ging alles ganz schnell. Plötzlich stand ich in der ersten Reihe beim Rolling Start.
 
GO!

Die 1,9 Kilometer Schwimmen absolvierte ich in knapp 32 Minuten. Das regelmäßige Training der vergangenen Monate hatte sich ausgezahlt. Mehr als zufrieden verließ ich das Wasser und lief über den Strand zurück in die Wechselzone, um auf meine vermeintlich stärkste Disziplin zu wechseln.
Helm auf, Schuhe an und ab aufs Rad.
Die Radstrecke begeisterte mich vom ersten Kilometer an. Nach den ersten Kilometern durch die Stadt führte die Strecke durch das Naturschutzgebiet. Dort blieb sogar noch Zeit für einen Blick nach Pelikanen – mit Erfolg. Anschließend warteten eine gesperrte Autobahn, zahlreiche Schlaglöcher, enge Ortsdurchfahrten und ein anspruchsvoller Anstieg kurz vor dem Wendepunkt.
Am Berg konzentrierte ich mich bewusst auf meine Wattwerte und nicht auf andere Teilnehmer. Nach der Wende ging es wieder bergab und auf derselben Strecke zurück Richtung Cervia.
90 Kilometer, rund 300 Höhenmeter, ein Schnitt von 36 km/h und eine Radzeit von 2:29:45 Stunden.
 
Kampf bis zum Ziel
Zurück in der Wechselzone wartete meine größte Herausforderung: der Halbmarathon durch Cervia.
Die Laufstrecke bestand aus drei Runden zu jeweils sieben Kilometern. Die Zuschauer sorgten entlang der gesamten Strecke für eine unglaubliche Stimmung. Kaum ein Meter ohne Unterstützung. Gleichzeitig machten die hohen Temperaturen diesen Abschnitt besonders anspruchsvoll.
Umso größer waren die Emotionen, als ich zum dritten Mal den Kreisverkehr erreichte und wusste: Jetzt geht es nicht mehr nach rechts auf die nächste Runde, sondern links Richtung Ziel.
Ab diesem Moment herrschte emotionaler Ausnahmezustand.
Mir wurde bewusst, dass mir das Finish niemand mehr nehmen konnte. All die Trainingseinheiten, der Verzicht und auch die Unterstützung meiner Familie, meiner Freunde und meines Umfelds kamen mir in den Sinn. Tatsächlich hatte ich es geschafft – vom Couchpotato zum Ironman-70.3-Finisher.
Die letzten Meter waren überwältigend. Die Zeit spielte keine Rolle mehr. Ich wollte diesen Moment einfach genießen, die Stimmung aufsaugen und den Zieleinlauf bewusst erleben.
Als ich die Ziellinie überquerte, zeigte die Uhr 5:27:32 Stunden.
Ein Ergebnis, mit dem ich mehr als zufrieden war, auch wenn beim Laufen noch etwas Zeit liegen geblieben ist.
Nach einem kurzen Feiern im Zielbereich ging es zurück ins Hotel, anschließend zur Wechselzone, um das Rad abzuholen und die Ausrüstung zu verstauen.
Am Abend stand schließlich der gemütliche Teil des Wochenendes auf dem Programm: Pizza, ein kühles Bier und vor allem das gemeinsame Feiern mit allen IRONREAM-Kollegen, die in Cervia dabei waren. Zum ersten Mal an diesem Wochenende saßen wir alle zusammen und konnten die Erlebnisse Revue passieren lassen.
 
Wiedersehen 2027
Die vielen Eindrücke, Emotionen und Erlebnisse dieses Wochenendes haben in mir einen Entschluss reifen lassen:
2027 werde ich wieder in Cervia an der Startlinie stehen – beim Ironman Italy Emilia Romagna 2027.



Martin B und Nad'a:
Am So den 20. 9. starteten Nad'a und ich als Staffel beim IM 70.3 in Cervia. 

Ich habe mich noch vor der Abreise nach Italien/ Cervia verkühlt, yeah! Ich dachte das wird schon, wobei mein Körper signalisierte das Gegenteil. Somit bediente ich mich bei den medizinischen Goodies, fokusierte meine Gedanken an den Wettkampf und versuchte meine Verkühlung zu verdrängen. Da war der Sonntag, ich fühlte mich passabel oder benebelt oder etwas dazwischen und als wir gemeinsam zum Strand im Neo gingen, war es so weit "Showtime"! Leider konnte ich nicht wirklich mein Einschwimmen realisieren und so ging ich etwas beengt vom Neo in den Startblock. Nach dem ich im Startblock ca. 50 Minuten gewartet habe, ging es auch für mich los. Etwas von der Warterei erschöpft, konnte ich mich im Wasser echt gut erholen und konzentrierte mich auf den Wellengang und die Bojen. Es hat wunderbar funktioniert, ich überholte eine Menge an Leuten und ich freute mich als ich den Ausstieg im Auge hatte. Wo andere ruhig hinausgingen sprintete ich zu der Wechselzone zu Martin. Chip überreicht, Martin angefeuert und gute Fahrt gewünscht, packte ich meine Sachen und ging, tief in Gedanken versunken, zur Unterkunft. Was wäre wenn, also "hätte hätte Fahradkette" also eh nichts. Mit der Schwimmzeit war ich der Verkühlung entsprechend zufrieden, aber den Start im "richtigen, jedoch falschen Block" habe ich verpatzt. Eine Wartezeit von 50 Minuten, unnötig, somit hat auch Martin warten müssen, also Verschwendung von unseren Resourcen wie Zeit und unseren Kräften. Martin drückt sicher auf die Pedale und hat bestimmt Spaß und somit wird er bald in der Wechselzone sein. Na gut, weiter machen und mich auf das Laufen vorbereiten, los geht´s!

Während Nad'a schwimmen und laufen musste, konnte ich mich ganz auf's "nur Radfahren" konzentrieren.
Nach einer knappen Stunde Wartezeit in der Wechselzone bei ziemlich warmen Bedingungen war es dann soweit, Nad'a war da und ich durfte starten! :-) Nach gefühlt 500m laufen mit dem Rad war dann endlich das Ende der Wechselzone erreicht und ich durfte aufsteigen.
Gefühlt lief es anfangs sehr gut, mit Rückenwind konnte ich sehr viele Fahrer auf den ersten 30-40 km überholen und es war auch oft ein Speed um die 40km/h auf dem Tacho, ich dachte an Gerhard's Worte, der mir wenn ich unter einem 40er Schnitt finishe mit einigen Maßnahmen gedroht hat, -wohl aber nicht ganz ernst gemeint. :-)

So dann kam der Anstieg nach Bertinoro (den ich wie ich später auf Strava sah schon zweimal zuvor gefahren bin vor einigen Jahren, erinnern konnte ich mich daran aber nicht mehr wirklich).
Ich versuchte zügig raufzufahren ohne mich komplett zu vernichten, auch das gelang ganz gut, bei der Abfahrt dann ein kleiner Schreckmoment als vor mir jemand eine Flasche verlor und dadurch paar Fahrer hektisch wurden, aber es ist nichts passiert.

Am Rückweg dieser quasi "hin- und retour Strecke" merkte ich dann schon, dass der Wind eher von vorne kam, dementsprechend war es dann gefühlt etwas schwieriger Tempo zu halten, so ab km 60 ging mir dann auch etwas die Kraft aus, nach einem Gel aber ging es wieder bergauf und letztendlich waren die 90km abgespult in 2h 23min 40sec Schnitt von nur 37,52km/h.

Ab diesem Zeitpunkt hatte für Nad'a das Warten ein Ende und sie machte sich daran die 21km zu laufen..

Es war wirklich euphorisch durch den Laufkanal aus der Wechselzone hinaus zu laufen. Ich wußte, Christian und Jürgen sind bereits auf der Laufstrecke und das gab mir irgendwie ein gutes Gefühl. Am Vortag haben wir Karli und Thomas angefeuert und das war alles in der prallen Sonne. Somit war ich mit dem Tempo vorsichtig, wie sich die Strecke entwickelt, aber schon nach einem KM war die Wasser-Labe im Schatten und die Strecke entpuppte sich wie eine schöne Stadtrundfahrt durch Cervia. Ich passierte KM-Schilder mit 10 und später mit 20 KM und musste irgendwie schmunzeln, denn ich hatte noch nicht die 7 KM hinter mir. Bei der 2. Runde habe ich wesentlich mehr blauen Schlümpfe gesehen und bei der 3. Runde habe ich alle abgezählt und wußte, alle sind auf der Laufstrecke und das freute mich, dass wir es alle gemeinsam schaffen. Bei der Abbiegung in den Zielkanal wartete Martin schon auf mich, schnappte mich und wir sprinteten gemeinsam Hand in Hand ins Ziel. Es war Martin´s 1. Ironman-Teilnahme! Ich gratuliere dir! Wir haben uns so sehr gefreut und waren total glücklich, dass wir es geschafft haben. Im Zelt haben wir Christian getroffen und so warteten wir gemeinsam auf andere blaue Blitze, die nach und nach finishten. 

Zwei Punkte möchte ich abschließend noch erwähnen: 
1.) Es war wie ja hier alle wißen auch unser Vereinswettkampf, und es macht immer wieder froh alle anderen Schlumpfhelden und -innen zu treffen. :-)
2.) Ich brauche einen Zeitfahranzug der NICHT schwarz ist, -nein schwarz ist nicht gut wenn man knappe Stunde in der Sonne damit wo warten muss. :-)


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