Bericht von Christian H. 28.09.2025
KOTL 2025
Eine Runde All-Out... unter diesem Motto startete ich beim KOTL2025 am Attersee.
Bei strahlendem Sonnenschein steppte am Samstag, 20. September der Bär rund um Österreichs schönsten See.
1400 Teilnehmer aus 22 Nationen starteten dieses Jahr in den diversen Wertungen.
Ich selbst hatte mich, glaube ich zumindest, meinen Möglichkeiten gerecht vorbereitet.
Einige Kilometer wurden in den Wochen vor dem Rennen noch am Zeitfahrer abgespult, um ev. an Ausdauer und auch Position noch nachschärfen zu können.
Nichts wollte ich dem Zufall überlassen, um beim letzten Rennen im Jahr 2025 noch ein persönliches Ziel erreichen zu können.
Flaschenhalter wurden demontiert, nochmal alles gereinigt, Kette gepflegt, Scheibe montiert,... sodass ein Scheitern zumindest nicht am Equipment liegen konnte.
Um 13:00 Uhr, pünktlich zum Start der 10er-Mannschaften, bin ich dann in Schörfing eingetroffen. Als erstes machte ich mich auf den Weg zur Anmeldung, um das Organisatorische erledigt zu haben.
Da ich selbst erst um 15:41:45 auf der Startliste stand, hatte ich noch genügend Zeit, mir die Abläufe vor Ort noch genauer anzusehen. Speziell der Start von der Rampe hat mich interessiert, da es ja doch mein erstes Einzelzeitfahren war.
Die Nervosität wurde unerwartet groß, das muss ich zugeben. Ich konnte den Start nicht mehr abwarten, aber im Hinterkopf wollte ich gar nicht mehr starten, da ich nicht gut einschätzen konnte, was dann letztendlich auf den 47,2 Kilometern mit etwas mehr als 300 Höhenmetern auf mich zukommt.
Noch etwas Beinmobilisierung am Parkplatz, ein paar leichte Kilometer zum Einfahren und dann ging es auch schon in Richtung Startrampe. Timing war nicht schlecht gewählt, ich musste keine 5 Minuten mehr warten, bis meine Nummer 1014 an der Reihe war.
5, 4, 3, 2, 1,... Gib Gas!!... So lautete das Startkommando. Ich versuchte die ersten ca. 20km einzuteilen, um nicht vor den Anstiegen auf der zweiten Hälfte zu überpacen. Vorweg, das ist mir auch halbwegs gelungen. Bitter war nur, wenn du dann am eigenen Rad erlebst, wie weit du von der Elite oder auch von den Top-Amateuren entfernt bist. Zum Zeitpunkt als mich Jakob Brandl in Seefeld überholt hat, hatte ich selbst 44,6km/h am Tacho, aber es wirke als würde ich gerade Pause machen. Unglaublich! Letztendlich kamen dann auf der zweiten Hälfte die von mir gefürchteten Anstiege. Ich kann es nur bestätigen, die Angst war berechtigt. Noch dazu kam Gegenwind ab Nussdorf. Aber was solls, wenn die Beine im Ziel nicht Brennen, dann wars zu wenig. Dank Einteilen der Kräfte auf der ersten Hälfte und Willen die Runde zu meistern auf den Anstiegen, schaffte ich die Runde wie geplant.
1 Stunde 13 Minuten 49 Sekunden kamen letztendlich in die Wertung. Sicher keine Top-Leistung, aber ich selbst war mit meinen Beinen und mir zufrieden, hatte ich mir doch ursprünglich 1:15 als persönliches Ziel gesetzt.
Die Veranstaltung selbst war top! Zahlreiche Fans entlang der ganzen See-Runde und zahlreiche Zuschauer im Start- und Zielbereich. Mal schauen, ob es der Terminkalender zulässt, dass ich das Losglück für einen Startplatz 2026 wieder herausfordere. Fix ist, es war das erste Mal, aber nicht das letzte mal...
zur Galerie zu den Berichten Kommentar verfassen