Bericht von Martin B. 15.09.2025

Blinduro Gravel 2025

Am 6. und 7. Sept. bin in beim Blinduro gravel in Tschechien gestartet. Ich habe das schon einige Jahre lang verfolgt weil der Start/Zielbereich quasi fast vor der Haustür von Nada's Elternhaus liegt, und ich konnte mir bis vor kurzem nicht vorstellen worum es bei dem event wirklich geht.
Das war der Grund warum ich in diesem Jahr unbedingt teilnehmen wollte, auch weil ich seit einiger Zeit erst ein Gravelbike besitze.

Eines vorweg: Es war ein wirklich tolles Wochenende und ein großartiges event, bestens organisiert mit echt toller Routenführung und allem was dazu gehört.

Bei dem event geht es darum, eine 80 bzw. 70km lange Strecke mit jeweils 5 Zeitmeßsegmenten abzufahren, ohne Bekanntgabe der Strecke vorab, navigiert wird nur mittels der angebrachten Pfeile und Bändern auf der Strecke.
Gestartet wurde alle 5min in Gruppen zu je 20 Startern, am Sa war ich in der ersten, am So in der letzten Startgruppe. In meiner Gruppe waren logischerweise hauptsächlich tschechische Staatsbürger, 2 aus Deutschland, eine Östserreicherin die aber nicht startete, und wie sich bald herausstellte ein weiblicher Star, nämlich Katerina Nash, ehemalige Langlauf Olympiateilnehmerin und tschechische MTB Staatsmeisterin usw.

Ich war gespannt wie das mit den Zeitmeßsegmenten abläuft, wir bekamen alle eine Art Chip auf die rechte Hand, also elektronische Messung der Zeit, gut soweit.
Nach einigen km dann plötzlich schon ein Rettungswagen, eine Startflagge und ein Streckenposten.
Ich war erheitert weil sofort fast alle Fahrer und Fahrerinnen meiner Gruppe hinter einem Baum verschwanden um "Gewicht" los zu werden, das wiederholte sich auch regelmäßig jeweils vor den darauf folgenden Segmenten.
Nach kurzer Erholungs- und Gewichtsoptimierungsphase folgte dann immer das Startsignal des Streckenpostens und dann gehts möglichst mit Vollgas bis zur Zielflagge. Das lustige ist, vorab weiß niemand wie lang das Segment ist und wie die Wegebeschaffenheit sein wird, das macht es besonders spannend.
Die Segmente waren aber alle so gewählt, dass keine überraschenden/gefährlichen Stellen dabei waren, sie waren gut ausgewählt und es hat richtig Spaß gemacht, es hat mich sehr an die "Strava KOM" Jagden erinnert. :-)

Sieger ist wer in Summe die schnellste Zeit aller Segmente hat. Dazu gab es auf der Auswertungsseite auch tolle graphischeAufbereitung der einzelnen Segmentezeiten.

Tja, eine Labstelle gab es auch jeden Tag in der Mitte der Strecke, es hat echt Spaß gemacht auch wenn ich dort wenig Gelegenheit für Unterhaltungen hatte, aber das ist eh nicht so mein Ding während dem radfahren. ;-)

Das Zwischenergebnis nach dem ersten Tag, d. h. nach den ersten 5 Zeitmeßsegmenten war für mich jetzt keine große Überraschung, ich lag irgendwo in der guten ersten Hälfte mit Ausreißer beim zweiten Segment wo ich mich kurz verfahren habe. Als Starter in der allerersten Gruppe waren die Strecken noch nicht so leicht ersichtlich weil noch nicht "ausgefahren".

Das war vermutlich auch der Grund warum ich am zweiten Tag auf allen Segmenten deutlich besser abschnitt im Vergleich zum Rest, wie am ersten Tag, -schön ersichtlich an der angehängten Grafik.

Letztendlich wurde ich 11. in meiner AK 50+


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